SOZIALES & WOHNEN

Zusammen haben wir viel erreicht. Hier gilt es stellvertretend den engagierten Kolleginnen und Kollegen der Referate für Soziales, Kommunales und Bauen, der Stadtbau sowie des Bürgerspitals zu danken:

  • Sanierung und Ersatzneubauten quer durch den Stadtbauwohnungsbestand z.B. am Hubland oder im Bossi-Viertel in Grombühl
  • Sicherung der sehr hohen Bestandsquote von 10.000 von 84.000 Wohnungen im Eigentum von Stadtbau, Brunowerk und gemeinnützigen Genossenschaften
  • Neubau hunderter öffentlicher und vor allem privater Wohnheimplätze und Apartments für Studierende
  • Umbau der Ausländerbehörde im Rathaus zu einem zeitgemäßen, freundlichen Bürgerservice für unsere ausländischen Mitbürger
  • Schaffung von 400 neuen Betreuungsplätzen für Kinder allein in den letzten zwei Jahren bei einer stark gestiegenen Geburtenrate
  • Erarbeitung von Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepten in den Stadtteilen Rottenbauer, Lengfeld, Versbach, jeweils mit starker bürgerschaftlicher Beteiligung
  • Stärkung und Ausbau des Quartiersmanagements in den Stadtteilen
  • Bau des neuen bürgerspitälschen Seniorenwohnheims ‚von Steren‘ auf dem Hubland mit 119 Wohneinheiten und 36 zusätzlichen Einzelzimmern sowie Begleitung zahlreicher Investitionsprojekte anderer Träger

ZIELE FÜR UNSERE STADT 2020-2026

  • Weitere Investitionen in Kindertagesstätten und Kindergärten
  • Umsetzung der Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepte in den Stadtteilen
  • Aufwertung des Ringparks, im Besonderen im Bereich des Bahnhofsvorplatzes und Busbahnhofes
  • Weitere Stärkung der städtischen Streetworkingaktivitäten und Unterstützung anderer Organisationen, die sich hier einbringen
  • Errichtung eines kommunalen Wohnkomplexes für Frauen mit und ohne Kinder, um die Kapazität des überbelegten Frauenhauses zu entlasten
  • Die konsequente Umsetzung der UN-Charta für alle Menschen, die Nachteile physischer oder psychischer Natur oder schlicht aus Altersgründen haben. Dies gilt bei der gesellschaftlichen Teilhabe, aber auch bei allen Bauvorhaben.
  • Beibehaltung der erfolgreichen Integrationspolitik in der Stadt
  • Anforderungen der Integration als dauerhafte Aufgabe annehmen und als Chance positiv umsetzen

Was sind die Ursachen für den mangelnden Wohnraum auch in Würzburg? Von Ende 2012 bis Ende 2017 stieg die Einwohnerzahl Würzburgs um 1,8 Prozent, die Anzahl der Wohnungen um 3,7 Prozent. Wieso reicht das nicht?

    AUF DER NACHFRAGESEITE

    1. Die Anzahl der Einpersonenhaushalte stieg zwischen 2011 und 2017 um über 9 Prozent und lag stadtweit bei rund 58 Prozent. Deutschlandweit sind es rund 41 Prozent.
    2. Der Pro-Kopf-Wohnflächenbedarf hat sich zwischen 2000 und 2017 um fast 18 Prozent erhöht.
    3. Die qualitativen Anforderungen an Wohnen, Sanierungszustand von Bädern, Balkon, ruhige Lage sind enorm gestiegen.

    AUF DER ANBIETERSEITE

    1. Das Stadtgebiet ist kleiner als das einer 50.000-Einwohner-Stadt in NRW, damit lassen sich keine großflächige Neubaugebiete ausweisen.
    2. Der Neubau und die umfassende Bestandssanierung ist durch die hohen Anforderungen der Energieeinsparverordnung und die Vollauslastung der Bauunternehmen sehr teuer geworden.
    3. Investieren in Wohnen ist bei dem gegebenen Zinsniveau und der Flucht in Sachwerte nach der letzten Wirtschaftskrise 2008 bei erwarteten Preissteigerungen und durchsetzbaren Mieten besonders attraktiv. Durch den Nachfrageüberhang lassen sich höhere Renditen und damit Mieten durchsetzen.

    LÖSUNGEN FÜR WÜRZBURG:

    1. Die Intensivierung der Bauaktivitäten der städtischen Stadtbau.
    2. Einführung einer Quote für geförderten Wohnraum bei größeren Neubauvorhaben. Diese liegt bei 30 %. Eine anfänglich niedrigere bei 20 % hätten Teile des Stadtrates und auch ich für vernünftiger gehalten, da die Gefahr da ist, dass die hohe Quote aus Sicht potentieller Bauwilliger eine Bauverhinderungswirkung entfaltet.
    3. Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplanes um kleinere, arrondierende Neubaugebiete durchsetzen zu können. Es gilt der Vorrang der Innenentwicklung und Nachverdichtung.
    4. Anschreiben von Baulückeneigentümern, das sind mehrere Hundert im Stadtgebiet, sowie Ausschöpfen der Möglichkeiten bei der Neuregelung der Grundsteuer für vollerschlossene Grundstücke
    5. Beschleunigung und Verlässlichkeit in der stadteigenen Baugenehmigungspraxis
    6. Förderung und Etablierung von Baugemeinschaften nach den Versuchsbaufeldern auf dem Hubland